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DFNconf und COVID-19

DFNconf und COVID-19

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Auswirkungen auf DFNconf stellen sich viele Teilnehmer und Nutzer des DFNconf-Dienstes die Frage, ob und wie der Dienst DFNconf aktuell und zukünftig zum Einsatz kommen kann. Die hier zusammengestellten Informationen sollen diese und weitere hierfür relevante Fragen beantworten und teilnehmende Einrichtung bei Ihrer weiteren Planung zur Einbindung von DFNconf in lokale Konzepte unterstützen.

Videoplattform Pexip ausgebaut

Im Zuge der gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie wurden und werden zahlreiche Veranstaltungen auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung in ein Online-Format überführt, zudem ist die Präsenzlehre an Hochschulen und Universitäten zum Teil nur eingeschränkt möglich. In vielen Fällen wurden alternative, in der Regel onlinebasierte Formate umgesetzt. Bei DFNconf ist eine entsprechende deutliche Steigerung der Nutzung zu verzeichnen.

Die Videoplattform "Pexip" läuft auf einem hohen Niveau in einem stabilen Betrieb. Achten Sie bitte bei der Planung von Meetings auf die Teilnehmerbegrenzungen.

Pexip-Meetings können als Livestream auch einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Diese Option ist besonders geeignet für Veranstaltungen und wissenschaftliche Konferenzbeiträge, die nicht zwingend eine Zwei-Wege-Kommunikation mit Audio und Video erfordern. Im Gegensatz zur Einwahl in einen Meetingraum gibt es beim Streaming keine Begrenzung der Zuschauerzahl. Das Streaming-Modul umfasst eine textbasierte Zwei-Wege-Kommunikation (Chat), so dass Rückfragen an Vortragende weiterhin möglich sind.

Umsetzung onlinebasierter Lehre mit DFNconf

Festzustellen bleibt, dass die COVID-19-Pandemie zu einem grundlegenden Perspektivwechsel auf das Thema „Online-Lehre“ geführt hat. Mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie ist davon auszugehen, dass sich diese neuen Perspektiven noch weiter entfalten werden.

Der Ausbau für das Dienstmodul Adobe Connect als E-Learning-Plattform gestaltet sich aus verschiedenen technischen und organisatorischen Gründen schwierig. Theoretisch können sich pro Meetingraum in Adobe Connect bis zu 200 Teilnehmer einwählen. Allerdings ist die Gesamtplattform begrenzt durch die Lizenzen. Durch eine geänderte Lizenz- und Geschäftsstrategie des Herstellers ist der Ausbau der Lizenzen bei Adobe Connect nicht möglich.

Der DFN-Verein hatte allen teilnehmenden Einrichtungen empfohlen, zur Umsetzung onlinebasierter Lehre lokale Lösungen zu organisieren. Mit Blick auf die Vertragslaufzeiten soll dabei berücksichtigt werden, dass der DFN-Verein am Ausbau von DFNconf um eine Plattform speziell zur Einbindung in E-Learning-Umgebungen perspektivisch festhält.

Erweiterung des DFNconf-Portfolios

In Zusammenarbeit mit GÉANT hat der DFN-Verein von Herbst 2018 bis Ende 2019 ein Proof-of-Concept für eine hochskalierende Plattform für Videokonferenzen für Besprechungen sowie zum Einsatz in E-Learning-Umgebungen durchgeführt. Diese Erkenntnisse haben den DFN-Verein veranlasst, in Abstimmung mit anderen europäischen NRENs (National Research and Education Networks) zur Lösung der Krise auf die Firma Zoom Video Communications zuzugehen. Ziel war es, eine Lizenzierung des Produktes Zoom für alle Teilnehmer im DFN zu erzielen. Zoom hat die Anfrage innerhalb ihres Hauses auf höchster Ebene behandelt und es letztendlich abgelehnt, kurzfristig eine Übereinkunft zu treffen. Diese Entscheidung von Zoom betrifft nicht spezifisch den DFN-Verein, sondern ganz grundsätzlich alle NRENs. Eine gemeinsame Vereinbarung mit NRENs für den Zeitraum nach der Bewältigung der aktuellen Lage wurde angestrebt, konnte aber nicht in einen DFN-Dienst überführt werden.

Die DFN-Mitgliederversammlung befürwortete im Juni 2021 einen Lösungsvorschlag aus folgenden drei Maßnahmen:

  1. Die DFN-Geschäftsstelle soll Partner suchen, die Lösungen für Online-Lehre als föderierte Dienste über die DFN-Cloud anbieten.
  2. Die DFN-Geschäftsstelle soll Rahmenverträge für mehrere in Frage kommende Produkte ausschreiben.
  3. Die Geschäftsstelle soll aus den ausgeschriebenen Rahmenverträgen ein Produkt auswählen und damit das Portfolio des bestehenden Dienstes DFNconf ergänzen.

Aktuell wird an der Vorbereitung eines entsprechenden Vergabeverfahrens gearbeitet. Die derzeitige Planung sieht die Veröffentlichung Vergabeverfahrens im Dezember 2021 vor, sodass die Verträge zum Sommersemester 2022 zur Verfügung stehen.

Wer hilft mir bei weiteren Fragen?

Zu Fragen hinsichtlich der Folgen der COVID-19-Pandemie für DFNconf sowie der weiteren Vorgehensweise wenden Sie sich gern an das Team von DFNconf.

Bei Fragen oder Problemen zu einzelnen Dienstmerkmalen können die betrieblichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aller teilnehmenden Einrichtungen lokal unterstützen.

Wenn Sie Fragen zur Konzeption von Online-Veranstaltungen haben, helfen wir Ihnen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Videokonferenzdienste (VCC) der TU Dresden gern weiter. Bitte kontaktieren Sie dazu unsere Hotline per Mail unter hotline@conf.dfn.de sowie per Telefon unter 0711/63314-214.

aktualisiert:10. November 2021 11:53