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DFNconf und COVID-19
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DFNconf und COVID-19

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation stellen sich viele Teilnehmer und Nutzer des DFNconf-Dienstes die Frage, ob verstärkt DFNconf zum Einsatz kommen kann. Die hier zusammengestellten Informationen sollen diese und weitere hierfür relevante Fragen beantworten und teilnehmende Einrichtung bei Ihrer weiteren Planung zur Einbindung von DFNconf in lokale Konzepte unterstützen. Die Inhalte dieser Seite werden bei Änderungen aktualisiert, um über die weitere Entwicklung zu informieren.

Videoplattform Pexip ausgebaut

Im Zuge der gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung abgesagt, zudem ist die Präsenzlehre an Hochschulen und Universitäten bis auf weiteres ausgesetzt oder nur eingeschränkt möglich. In vielen Fällen wurden alternative, in der Regel onlinebasierte Formate umgesetzt. Bei DFNconf ist eine entsprechende deutliche Steigerung der Nutzung zu verzeichnen.

Die Videoplattform "Pexip" läuft derzeit unter gestiegener Auslastung in einem stabilen Betrieb.

Achten Sie bitte bei der Planung von Meetings auf die Teilnehmerbegrenzungen: (bis zu 23 Videoteilnehmer und bis zu 50 Audioteilnehmer pro Pexip-Meetingraum).

Pexip-Meetings können als Livestream auch einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Diese Option ist besonders geeignet für Veranstaltungen und wissenschaftliche Konferenzbeiträge, die nicht zwingend eine Zwei-Wege-Kommunikation mit Audio und Video erfordern. Im Gegensatz zur Einwahl in einen Meetingraum gibt es beim Streaming keine Begrenzung der Zuschauerzahl. Das Streaming-Modul umfasst eine textbasierte Zwei-Wege-Kommunikation (Chat), so dass Rückfragen an Vortragende weiterhin möglich sind.

Umsetzung onlinebasierter Lehre mit DFNconf

Der Ausbau für das Dienstmodul Adobe Connect als E-Learning-Plattform gestaltet sich aus verschiedenen technischen und organisatorischen Gründen schwierig. Theoretisch können sich pro Meetingraum in Adobe Connect bis zu 200 Teilnehmer einwählen. Allerdings ist die Gesamtplattform begrenzt durch die Lizenzen. Durch eine geänderte Lizenz- und Geschäftsstrategie des Herstellers ist der Ausbau der Lizenzen bei Adobe Connect nicht möglich.

Aktuell ist die Auslastung von Adobe Connect hoch, vereinzelt ist mit Einschränkungen beim Zutritt von Teilnehmern in einen Meetingraum zu rechnen.

Zur Integration von Adobe Connect in LMS-Umgebungen wie Moodle, ILIAS etc. stehen bereits seit Längerem Plugins zur Verfügung, die das Erstellen von Meetings direkt aus einem virtuellen Kursraum heraus ermöglichen. Diese Plugins stellen derzeit den größten technischen Lastfaktor für diese Plattform dar. Aus diesem Grund bitten wir alle Teilnehmer, aktuell möglichst auf die LMS-Integration zu verzichten, und Veranstalter auf die reguläre Verwaltungsoberfläche zu verweisen. Zudem wird aufgrund der aktuellen Lage die Erstellung neuer LMSAPI-Accounts ausgesetzt, um zusätzliche Serverlast zu vermeiden. Das ist natürlich nur eine vorübergehende Maßnahme.

Der DFN-Verein hat allen teilnehmenden Einrichtung empfohlen, zur Umsetzung onlinebasierter Lehre lokale Lösungen zu organisieren. Mit Blick auf die Vertragslaufzeiten soll dabei berücksichtigt werden, dass der DFN-Verein am Ausbau von DFNconf um eine Plattform speziell zur Einbindung in E-Learning-Umgebungen perspektivisch festhält.

Erweiterung des DFNconf-Portfolios

Der DFN-Verein hatte in Zusammenarbeit mit GÉANT von Herbst 2018 bis Ende 2019 ein Proof-of-Concept für eine hochskalierende Plattform für Videokonferenzen für Besprechungen sowie zum Einsatz in E-Learning-Umgebungen durchgeführt. Diese Erkenntnisse haben den DFN-Verein veranlasst, in Abstimmung mit anderen europäischen NRENs (National Research and Education Networks) zur Lösung der aktuellen Krise auf die Firma Zoom Video Communications zuzugehen. Ziel war es, eine Lizenzierung des Produktes Zoom für alle Teilnehmer im DFN zu erzielen. Zoom hat die Anfrage innerhalb ihres Hauses auf höchster Ebene behandelt und es letztendlich abgelehnt, hier kurzfristig eine Übereinkunft zu treffen. Diese Entscheidung von Zoom betrifft nicht spezifisch den DFN-Verein, sondern ganz grundsätzlich alle NRENs. Eine gemeinsame Vereinbarung mit NRENs wird jedoch für den Zeitraum nach der Bewältigung der aktuellen Lage in Aussicht gestellt. Der DFN-Verein wird daher weiterhin mit anderen NRENs und Zoom in engem Kontakt bleiben, um eine Perspektive für zukünftige Vereinbarungen auszuloten. Einen konkreten Zeitrahmen können wir dafür leider noch nicht benennen.

Wer hilft mir bei weiteren Fragen?

Zu Fragen hinsichtlich der Folgen der COVID-19-Pandemie für DFNconf werden wir Sie über diesen Kanal auf dem Laufenden halten, diese Seite wird laufend aktualisiert.

Insbesondere die betrieblichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der teilnehmenden Einrichtungen können bei Fragen oder Problemen lokal unterstützen.

Wenn Sie Fragen zur Konzeption von Online-Veranstaltungen haben, helfen wir Ihnen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Videokonferenzdienste (VCC) der TU Dresden gern weiter. Bitte kontaktieren Sie dazu unsere Hotline unter hotline@conf.dfn.de sowie telefonisch unter 0711/63314-214.

 

 

updated:18. June 2020 13:40